Handelsüblich Industrie-Steckdose für das Ladegerät des Autos

swiss engineering

Megalog ist eine neuer Ansatz von Ladelösung, bei welchem das Ladegerät sauber vom Stromanschluss getrennt und somit flexibel auswechselbar bleibt, ohne auf das Lastmanagement und die individuelle Stromabrechnung zu verzichten.

EINFACH: Das System megalog ist auf etablierter Technik aus dem industriellen Bereich aufgebaut. Dadurch sind die verschiedenen Elemente durch funktionsgleiche Elemente verschiedener Hersteller jeweils ersetzbar. Die Steuerung und Kommunikation läuft auf der Basis jahrzehntelanger etablierter industrieller SPS-Standards (24V, RS485/Modbus, S0-Schnittstellen, Hutschienenmodule, etc.). Denn das System megalog wurde ürsprünglich für Prozessoptimierungen im industriellen Bereich konzipiert.
WARUM: Ladestationen wurden ursprünglich für öffentliche Parkplätze entwickelt, wo man möglichst schnell laden möchte. Zudem muss an öffentlichen Parkplätzen der Strombezug nach jeder einzelnen Benutzung abgerechnet werden. Ladestationen sind daher pro Station mit teurer Leistungselektronik und einem Abrechnungsystem ausgestattet, was entsprechende Kosten verursacht. Das Gegenteil zum öffentlichen Parkplatz ist der private Parkplatz im/vor dem eigenen Einfamilienhaus auf dem eigenen Grundstück. Hier kann das Elektroauto meist ohne zusätzliche Installationen eingesteckt werden. Man braucht nur eine handelsüblich Starkstrom-Steckdose (CEE 16A, T25), welche von jedem Elektriker kostengünstig installiert werden kann, da ohnehin das ganze Haus über den gleichen Stromzähler läuft. Persönliche Mietparkplätze in grossen Einstellhallen oder Aussenparkplätzen sind eine Zwischenform von öffentlichen und rein privaten Parkplätzen. Auch hier macht eine Ladestation (schnelles Laden + Abrechnung nach jeder Ladung) wenig Sinn. Das Auto kann langsam geladen werden, weil es ohnehin mehrere Stunden auf dem Parkplatz steht, und die Abrechnung kann monatlich, halbjährlich, jährlich erfolgen. Denn für jeden Parkplatz gibt es einen Mieter, welcher den Strom des Parkplatzes während der ganzen Mietdauer zu bezahlen hat. Somit reicht bei Mietparkplätzen eine reguläre Starkstromsteckdose, ähnlich wie beim Eigenheim, mit dem Unterschied, das bei Mietparkplätzen der Strom von jedem Parkplatz separat gezählt werden muss. Ebenfalls braucht es in grösseren Einstallhallen ein Lade-Lastmanagement, um auf eine unnötig grosse zusätzliche Stromzuleitung ab Trafostation verzichten zu können. Wenn die meisten Mieter um 18Uhr Heim kommen und ihr Auto einstecken, müssen nicht alle Fahrzeuge 1 Stunde später voll geladen sein. Es reicht, wenn die Fahrzeuge am nächsten Morgen geladen sind und die Ladeströme über die Nacht verteilt werden. Dies ist die Aufgabe des Lastmanagements. Ebenfalls gehört zum Lastmanagement, dass eilige Mieter ihre Steckdose temporär priorisieren, und dadurch sofort zu einem höheren Stromtarif laden können.
FLEXIBEL: Einsatz von verschiedenen speziellen Ladestationen einfach möglich (z.B. Tesla, Induktionsplatte, Juice Phaser, etc.): Wenn bereits diverse Typen von Ladestationen installiert sind oder einzelne Mieter/Stockwerkeigentümer für Ihr Auto eine spezielle Drehstrom-Ladestation installieren wollen (z.B. von Tesla, oder kabelloses Laden per Induktion, oder mehrere Ladestationen pro Parkplatz, ...), ist dies mit unserer Powerbox Triple sehr einfach möglich. Das Trio-Modul bietet einen 3x400V-Anschluss und kann grundsätzlich auf eine beliebig grosse Leistung dimensioniert werden. Die vom ensprechenden Mieter/Stockwerkeigentümer mitgebrachte Ladetechnik wird dann einfach am 3x400V-Anschluss eingesteckt. Die Strommessung und das Lastmanagement werden weiterhin von der megalog-Powerbox übernommen. Die Powerbox Triple wird standardmässig mit 11kVA Leistung dimensioniert. Bei einer gewünschten Leistung über 22kVA pro Powerbox wird eine zusätzliche Zuleitung ab Hauptverteilung notwendig. Der Einsatz von 3-phasigen Powerboxen (wie auch von allen anderen 3x400V-Ladelösungen) ist natürlich immer nur soweit möglich, wie die Kapazitäten der Stromzuleitungen reichen. Wer für jeden Parkplatz 22kVA-Ladeleistung installieren will (was erfahrungsgemäss massiv überdimensioniert ist), trägt auch die Kosten für eine zusätzliche Zuleitung ab Trafostation. Dies ist aber bei privaten Parkplätzen kaum je der notwendig. Bei Parkplätzen für viele Firmen-Fahrzeuge: Auch hier empfiehlt sich das System von megalog. Zwar muss der Strom nicht zwingend pro Parkplätz abgerechnet werden (wenn der Strom den Mitarbeitern offeriert wird), jedoch braucht das Lade-Lastmanagement für jeden Parkplatz die Verbrauchswerte in Echtzeit, um erkennen zu können, welche Steckdose in die Warteschlaufe gestellt werden muss. Spezialfall Neubau: Bei Neubauten können die meisten Komponenten des Systems direkt vom Tableaubauer in die Elektro-HV integriert werden, womit sich aufwändige Installationen in der Einstellhalle erübrigen. Der Strom kann dann pro Parkplatz direkt über den Stromzähler der entsprechenden Wohnung fliessen, was eine zusätzliche Stromabrechnung erübrigt. Die notwendigen Komponenten sind grösstenteils Standard-Komponenten, mit welchen jeder Tableaubauer/Elektriker vertraut ist. Sind die zu erschliessenden Parkplätze nicht nebeneinander, empfiehlt sich folgendes Konzept: Details zur Erschliessung per Rundkabelinstallation
Werden viele Parkplätze direkt nebeneinander mit Ladesteckdosen ausgestattet, empfiehlt sich folgendes Konzept: Details zur Erschliessung per Flachkabelinstallation. Ab 6 Einheiten können mit dem Duo-Modul weitere Einsparungen bei der Installation realisiert werden. Im Duo-Modul ist der Inhalt zweier Solo-Module in einem gemeinsamen, breiteren Gehäuse untergebracht. Das Duo-Modul wird zwischen zwei Parkplätze montiert und muss in 3er-Sets (6 Parkplätze) installiert werden für ein funktionierendes Lastmanagement. Dadurch müssen nur noch halb so viele Module montiert und erschlossen werden.
Konzept Flachkabelinstallation
 Für den Besucherparkplatz bieten wir das Modul "Triple Cash" an, welches mit einer dreiphasigen Ladesteckdose (CEE 16A 3x400V) und einem Münzzähler ausgestattet ist. An diesem Modul kann jeder spontan sein Auto gegen Münzeinwurf mit 11kW laden. Das Triple-Modul belastet das Service-Abo und die Stromzuleitung um das jeweils Dreifache. Der Triple Cash kann jederzeit genutzt werden (keine Sperre durch EW oder Lastmanagement) und braucht daher eine Sonderbewilligung durch das EW. Pro Mehrmfamilienhaus sind je nach Absicherung der Hauptverteilung max. 1 - 2 solche Module installierbar, ohne eine zusätzliche Leitung ab Trafostation erstellen zu müssen. 

Animation Phasenwechsel

Jede Situation ist individiduell und gleichermassen spannend: Kontaktieren Sie uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder bereits mit ein paar weiteren Informationen via Kontaktformular.
Die Erschliessung der Anlage erfolgt grundsätzlich über die bereits vorhandene Elektro-Hauptverteilung (HV) des Mehrfamilienhauses (MFH). In der HV des MFH wird durch das EW ein zusätzlicher Stromzähler (Bezügerabgang) installiert mit einer Absicherung von 25A - 63A (je nach vorhandenen Kapazitäten). Wird eine Einstellhalle von mehreren MFH genutzt, was häufig der Fall ist, kann die Anlage in verschiedene Laststromkreise unterteilt werden, bzw. durch neue Zuleitungen erweitert werden. Somit kann von jedem MFH ab seiner HV eine zusätzlich Einspeisung erfolgen. Es können mehrere Laststromkreise über eine einzige Steuerungseinheit betrieben werden. Evtl. muss die Hauptsteuereinheit durch externe Sateliten-Module ergänzt werden.

 

Datenblatt (v3 August 2019)

Entwicklung des Systems u.a. in Zusammenarbeit mit der FHNW Brugg-Windisch:
In den Bereichen
Energie- und Umwelttechnik
Systemtechnik
Elektro- und Informationstechnik
Unterstützung durch:
Innosuisse - Schweizerische Agentur für Innovationsförderung